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Ihr Beitrag für die Zukunft der Kultur

VIER WERKBEITRÄGE AUS DEM GEFÄSS VERTRAUEN

10.03.2021 – ERBPROZENT KULTUR reagiert auf die durch die Corona-Pandemie dramatisch veränderte Situation der Kulturschaffenden: Mit dem Ziel Arbeitsmöglichkeiten zu verschaffen, hat der Stiftungsrat vier Werkbeiträge von je 4’000 Franken an Kultur- und Kunstschaffende vergeben.

Die Kulturschaffenden sind eingeladen, sich mit den Anliegen der Stiftung thematisch und künstlerisch auseinanderzusetzen. Falls dabei Arbeiten entstehen, die die Stiftung für ihre Kommunikation als geeignet erachtet, wird diese mögliche weitere Verwendung im Dialog mit den Kulturschaffenden verhandelt.
Diese Kunstschaffenden erarbeiten derzeit einen Beitrag:

Das Künstlerduo MILK & WODKA aus Zürich und Basel (Roman Maeder *1974, Remo Keller *1968) hat sich mit seinem prägnanten Pop-Brut Stil in der Kunst- und Musikszene längst einen Namen gemacht. In ihren bunten Werken, gezeichnet, gemalt oder gebastelt, erzählen sie von Liebe, Tod, Drogen oder Musik. Ihr Name ist Programm: MILK steht für das Gesunde und Unschuldige, WODKA für den Rausch, das Dunkle, Bitterböse. www.milkandwodka.net

Kommentar zum Werkbeitrag: «Not the end, not the end, just remember that death is not the end.» (Nick Cave)


Marko Miladinovic (*1988 in Kroatien, lebt im Tessin) ist Poet, Performer, bildender Künstler, der sich mit tiefen Themen auseinandersetzt und sie mit Ironie auf dem schmalen Grat zwischen Ernsthaftigkeit und Parodie bearbeitet. Er ist ein phantasievoller Redner, Animator und Philosoph. www.markomiladinovic.ch

«Kultur erzwingt oder beansprucht keine Allgemeingültigkeit, sie verpflichtet oder zwingt nicht. Für mich ist es ein glücklicher Zufall, dass wir uns gemeinsam in der Welt wiederfinden, wie Experimente im Wissen, wie Taucher im Traum. Dank der Stiftung ERBPROZENT KULTUR bleibt diese Forschung weiterhin möglich.» (Marko Miladinovic)


Julia Marti *1984 arbeitet als Grafikerin, Zeichnerin, Verlegerin und Vermittlerin in Zürich. Sie ist Mitherausgeberin des Comicmagazins Strapazin und Co-Verlegerin der Edition Moderne. Marti ist Dozentin für Typografie und Zeichnung an der F+F, Schule für Kunst und Design. Sie interessiert sich besonders für Projekte und Prozesse in denen ihre unterschiedlichen Interessens- und Kompetenzfelder – Grafik, Zeichnung, Vermittlung – zusammentreffen. www.juliamarti.com

«Ich bin mehrgleisig zwischen den Disziplinen Grafik Design, Zeichnung, Vermittlung und Verlagswesen unterwegs. Diese «quere Positionierung» entspricht mir und meinen Fähigkeiten und ist sehr bereichernd. Manchmal aber auch aufreibend und schwerer fassbar, als ein konventionelleres, klar umrissenes Berufsbild und Tätigkeitsfeld. Umso mehr freue ich mich über das grosse «Go!» von der Stiftung ERBPROZENT KULTUR.» (Julia Marti)


Marinka Limat * 1983 in Freiburg schafft Kunstwerke der Begegnung. Im Mittelpunkt ihrer Praxis steht das «Zwischen-Menschliche». Mit ihrer Arbeitsweise bewegt sie sich an den Grenzen des Performativen: Zu Fuss legt sie lange Strecken im Namen der Kunst zurück («Kunst-Pilger-Reise», 2013/-15/-17), oder sie bringt Kunst in den Alltag der Menschen («ESCALE – Aktionsraum», Kunstplätze Bern, 2019). Sie hat an der Hochschule der Künste in Bern und an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee studiert. www.marinkalimat.ch

«Während sich heute Grenzen schliessen, Distanzen eingehalten und Gesichter versteckt werden, ist es mir ein dringliches Anliegen, Nähe zu schaffen und zuzulassen. Mit Hilfe von Prinzipien, die ich auf meinen Kunst-Pilger-Reisen erfahren und entwickelt habe, praktiziere ich dieses subtile und fragile «Vor-Gehen». Würde es sich nicht lohnen, für einen einzigen magischen Moment der Begegnung ein Risiko einzugehen? So bin ich sehr dankbar und entschlossen, die Einladung anzunehmen, die mir ERBPROZENT KULTUR bietet und fühle mich geehrt, einen Werkbeitrag im Gefäss VERTRAUEN gestalten zu dürfen.» (Marinka Limat)

 

Die Stiftung ist gespannt auf die Arbeiten und freut sich sehr, im Frühsommer über die Resultate zu informieren.

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Statement

«Unsere Kultur ist die Basis und der Kitt unseres Zusammenlebens über alle Generationen hinweg. 1 % an die Kultur vererben – bald einmal selbstverständlich?»

Eveline Widmer-Schlumpf, Alt Bundesrätin

 

Statement

«Mit dem ERBPROZENT KULTUR wenigstens ein Prozent Unvergänglichkeit bewahren. Ein gutes Gefühl.»

Matthias Aebischer,

SP-Nationalrat Kanton Bern