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Schweizer Stiftung zur generationenübergreifenden
Kulturförderung durch die Zivilgesellschaft

FORUM 8: ZU BESUCH IM SITTERWERK

Das Forum vom 24. November fand im Sitterwerk in St.Gallen statt. Auf dem Gelände der ehemaligen Textilfärberei Sittertal betreibt die Stiftung Sitterwerk eine Kunstbibliothek, ein Werkstoffarchiv, den musealen Teil des Kesselhaus Josephsohn und ein Atelierhaus für Gastkünstlerinnen und Gastkünstler.

Der Betrieb verfügt über einen unschätzbaren Wissensfundus und hat sich als Zentrum für künstlerische Forschung, Recherche und Produktion etabliert. Im vergangenen April wurde die Stiftung Sitterwerk von ERBPROZENT KULTUR mit WERTSCHÄTZUNG honoriert und es freute uns, dass in diesem Rahmen eine Begegnung zwischen Erbversprechenden und Geförderten möglich wurde.

Im ersten Teil, der sich ausschliesslich an Erbversprechende richtete, präsentierten die Verantwortlichen von ERBPROZENT KULTUR die Denkanstösse und die wichtigsten Handlungsfelder aus dem oben erwähnten Innovations-Workshop und informierten über den aktuellen Entwicklungsstand und die Herausforderungen, die sich der Stiftung heute stellen. So konnten die nächsten Schritte mit den Erbversprechenden überprüft und weitergedacht werden.
Für den zweiten Teil stiessen rund ein Dutzend Nicht- oder Noch-Nicht-Erbversprechende dazu. Am Beispiel der Kunstbibliothek stand der Umgang mit Erben und Erbschaften im Fokus. Leiter der Kunstbibliothek Roland Früh erzählte, wie die Bibliothek dank der Bücher-Schenkungen von Daniel Rohner und von Sitterwerk-Pionier Felix Lehner ins Leben gerufen wurde und wie sich Ankäufe, weitere Schenkungen aber auch die Lücken auf die «dynamischen» Ordnung und den einzigartigen Charakter der Sammlung auswirken.
Nach der Mittagspause führte Felix Lehner durch die Werkstätten der von ihm ebenfalls gegründeten Kunstgiesserei und durch das Kesselhaus Josephson, in dem die Gipsskulpturen des Bildhauers Hans Josephson ausgestellt sind.
Der Besuch im Sitterwerk machte spür- und erlebbar, wie stark der Betrieb von der grossen Leidenschaft, dem ungestillten Wissensdurst und vor allem vom Mut zum Risiko seiner Schöpfer und Drahtzieher geprägt ist. Das Sitterwerk ist eine Erfolgsgeschichte, «obwohl oder gerade weil» – wie zuletzt Ueli Vogt im Kulturmagazin Saiten schrieb – «kaum ein Businessplan den Takt angab, sondern in erster Linie Interessen, Neugierde und Lust am Anpacken bestimmend waren.»
www.sitterwerk.ch

Statement

«Mit dem Erbversprechen kann das Feuer der ­Kultur weitergegeben werden!»

Nadja Räss, Jodlerin

Statement

«Mit dem ERBPROZENT KULTUR wenigstens ein Prozent Unvergänglichkeit bewahren. Ein gutes Gefühl.»

Matthias Aebischer,

SP-Nationalrat Kanton Bern